Bariatrikum Berlin

Bariatrische Therapie

Wenn traditionelle Therapieformen versagen

Bariatrische Therapie ist mehr als nur Gewichtsreduktion. Sie bedeutet die Wiedererlangung von Gesundheit und Lebensqualität für sehr schwer übergewichtige Menschen.

„Herzlich willkommen! Wir möchten Sie über die Erkrankung Adipositas, ihre Folgen sowie unterschiedliche Therapiemöglichkeiten informieren – und Sie auf Ihrem Weg zurück in die Gesundheit begleiten und unterstützen.“

Prof Dr Jürgen Ordemann
Prof. Dr. med. Jürgen Ordemann, Gründer und Leiter des Bariatrikums

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Übergewicht und weiss, dass Adipositas keine selbstverschuldete Erkrankung ist. Vielmehr ist sie verknüpft  mit den äußeren Bedingungen unseres Lebens sowie genetischen und physiologischen Voraussetzungen eines jeden Menschen.

Adipositas zu behandeln ist nicht einfach und bedarf großer Anstrengungen. Wer einmal schwer adipös ist, weiß davon zu berichten. In diesen Fällen kann eine operative Therapie sehr sinnvoll sein.

Mit einer operativen Therapie bekommen Patienten erstmalig die Möglichkeit, ihren Stoffwechsel und die damit verbundenen neurophysiologischen Strukturen so zu verändern, dass das Körpergewicht auf ein deutlich niedrigeres Niveau verringert wird. Gleichzeitig können erhebliche Begleiterkrankungen verringert, beziehungsweise geheilt werden.

WAS IST ADIPOSITAS?

Zerstörung der Gesundheit auf Zellebene mit vielen Begleiterkrankungen.

adipositas

Adipositas oder starkes Übergewicht ist eine chronische Erkrankung mit dramatischen Folgen für Ihre Gesundheit.

Rund 18 Millionen Menschen in Deutschland sind mittlerweile adipös – Tendenz steigend.

Die Erkrankung beruht in erster Linie auf einer massiv veränderten Umwelt (adipogene Umwelt) und den genetischen Voraussetzungen eines jeden von uns.

Problematisch an Adipositas sind einerseits die sehr schwierige Therapie dieser chronischen Erkrankung und andererseits schwerwiegende Folgeerkrankungen der Adipositas.

Besonders die Zuckererkrankung (Diabetes mellitus Typ 2), der Bluthochdruck, die Fettleber, Depressionen und Tumorerkrankungen sind nur einige der vermeidbaren Erkrankungen, die durch die Adipositaserkrankung hervorgerufen werden.

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Konservative Therapie

Ernährungsumstellung

Ernährungstherapie

Nicht nur adipöse Patienten müssen darauf achten, was und wie häufig sie essen und trinken. Eine professionelle Ernährungsberatung gibt Patienten das Wissen und das Fundament für eine gesunde und nachhaltige Ernährung.

Bewegungstherapie

Bewegungstherapie

Die Bewegungssteigerung ist ein weiterer Schlüssel für einen langfristigen Erfolg. Bei besonders adipösen Patienten ist eine Bewegungssteigerung auf Grund der Begleiterkrankungen häufig kaum noch möglich. Trotzdem stellt in solchen Fällen jede zusätzliche Bewegung eine zentrale Form der Gesundheitsgewinnung dar. Bewegung aktiviert den Stoffwechsel und das Gehirn. Diese Aktivierung steigert Ihr Selbstbewusstsein und Ihr Wohlbefinden.

Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie

In unserer modernen Welt haben sich neue, ungesunde Verhaltensweisen gebildet. Stress und Zeitmangel führen zu negativen Verhaltensmustern im Hinblick auf das Gewicht. Bestimmte Verhaltens-Bausteine wie Selbstbeobachtung, Kontrolle von bestimmten Reizen oder unserem Essverhalten wirken sich positiv  auf unser Gewicht aus und können neu erlernt werden.

Bariatrikum

Operative Therapie

Wenn konservative Therapieformen versagen

Adipositas und metabolische Chirurgie

Ist das Übergewicht weit fortgeschritten und hat sich die Adipositaserkrankung „verselbstständigt“, dann können operative Verfahren diesen Kreislauf durchbrechen und nicht nur das Gewicht langfristig reduzieren, sondern auch die Begleiterkrankungen verbessern, wenn nicht sogar heilen und zukünftige Folgeerkrankungen vermeiden. Folgende unterschiedliche Wirkungsmechanismen spielen dabei eine erhebliche Rolle.

  • Neben der veränderten Anatomie des Verdauungstraktes führt die Operation zu einer hormonellen und neurophysiologischen Veränderung des Sättigungs- und Hungerstoffwechsels. Darüber hinaus kommt es zu einer grundsätzlichen Veränderung der Gewichtsregulation und damit zu einer erfolgreichen und langfristigen Gewichtsreduktion. Unabhängig davon werden krankhafte Stoffwechselprozesse verbessert bzw. normalisiert.
  • Die Verkleinerung des Magens führt bei fast allen operativen Eingriffen zu einer Verringerung der Nahrungsaufnahme.
  • Durch die Umgehung von Magen bzw. Dünndarm kommt es zu einer verringerten Aufnahme von Kalorien und Fetten. Diese veränderte Nahrungsaufnahme wird Malabsorption genannt und ist bei den unterschiedlichen Eingriffen unterschiedlich ausgeprägt.

Verschiedene chirurgische Massnahmen

Magenbypass - Bariatrikum

Magenbypass

Der Magenbypass (Gastric bypass) ist ein sehr häufig durchgeführtes operatives Verfahren und stellt weiterhin den Goldstandard dar. Zunächst wird ein kleiner Vormagen gebildet (Pouch) welcher mit einer Dünndarmschlinge verbunden wird. Somit wird die Magenverkleinerung mit einer Umgehung des Restmagens verbunden. Dadurch wird weniger Nahrung aufgenommen. Viele Patienten können somit ihr Übergewicht  deutlich reduzieren. Aber auch Folgeerkrankungen wie Diabetes und Hypertonus können verbessert, wenn nicht sogar geheilt werden (metabolische Chirurgie).

Schlauchmagen - Bariatrikum

Schlauchmagen

Beim Schlauchmagen, der „Sleeve Gastrectomy“ wird ein Großteil des Magens reseziert und für immer entfernt. Übrig bleibt nur noch ein kleiner Magen in Form einer „Banane“ bzw. „Schlauch“.  Somit können nur noch kleine Portionen aufgenommen werden. Die Verkleinerung des Magens führt wie beim Magenbypass zu einer Veränderung des Sättigungs- und Hungerzentrums im Gehirn. Somit können Patienten ihr Körpergewicht gut und vor allem langfristig reduzieren und ihre Begleiterkrankungen verbessern bzw. heilen.

Magenbypass - Bariatrikum

Omega Loop-Magenbypass

Der Omega Loop-Magenbypass ist ein relativ neues Verfahren. Dabei wird der Magen in Form eines Schlauchmagens verkleinert. Der Restmagen wird nicht entfernt. Dieser Schlauch wird anschließend mit dem Dünndarm verbunden. Auch hier spielen die Wirkmechanismen wie oben beschrieben eine zentrale Rolle.

Magenband - Bariatrikum

Magenband

Der Magen wird mit einem Siliconband in einen kleinen Vormagen und den Restmagen unterteilt. Der Durchgang zwischen Vor- und Restmagen wird eingeengt. Diese Einengung (Restriktion) kann individuell verändert  werden. Ziel dieser Einengung ist es, dass die aufgenommene Nahrung zunächst im Vormagen verbleibt und damit ein schnelleres Sättigungsgefühl ausgelöst wird. Der Patient nimmt weniger Nahrung auf und kann sein Gewicht reduzieren. In vielen Fällen reicht dieser Wirkmechanismus allerdings nicht aus, um das Gewicht dauerhaft zu senken. Aus diesem Grund wird das Magenband in Deutschland nur noch sehr wenig implantiert.

Wir wissen,

dass starkes Übergewicht keine selbstverschuldete Krankheit ist, sondern die Kombination einer komplett veränderten Umwelt und der genetischen Voraussetzung eines jeden von uns. Jeder Mensch, jede Lebensgeschichte und jedes Krankheitsbild ist unterschiedlich. Und somit ist auch jede Therapie eine neue Herausforderung. Auf diesem Weg wollen wir Sie unterstützen und begleiten. Wenn Sie Interesse an einer operativen Therapie haben oder sich für eine konservative Therapie interessieren, dann melden Sie sich bei uns. Wir helfen Ihnen gerne!

Wir schaffen das!

Sind Sie neugierig geworden?

Kontaktieren Sie uns, wir freuen uns auf ein Beratungsgespräch.

(Ihre Anfrage wird an das Zentrum für Adipositas und Metabolische Chirurgie des Vivantes Klinikum Spandau weitergeleitet.)